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Deutsche EuroShop - Geschäftsbericht 2006

Verlauf:

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland hat sich 2006 beschleunigt fortgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in Deutschland um 2,7 % gestiegen (nach 0,9 % im Vorjahr). Nach Bereinigung des negativen Kalendereffekts – das Berichtsjahr hatte zwei Arbeitstage weniger als das Vorjahr – ergibt sich ein Anstieg des BIP von 2,9 % für das Jahr 2006 (2005 kalenderbereinigt: +1,1 %). Das war die stärkste wirtschaftliche Belebung seit 2000.

Außenhandel treibt Konjunkturmotor an

Die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den vergangenen zwei Jahren ist vor allem auf anhaltend hohe Exportüberschüsse zurückzuführen. Die trotz einer kräftigen Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar ungebrochene Nachfrage aus dem Ausland sorgte für zweistellige Zuwachsraten (real +12,4 %) der Exporte. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes belief sich der Anteil des Außenbeitrags am Wachstum des BIP im abgeschlossenen Geschäftsjahr auf 0,7 Prozentpunkte. 2004 lag dieser Wert bei 0,4 Prozentpunkten.

Binnennachfrage kommt in Schwung

Anders als in den Vorjahren ist 2006 auch die Binnenkonjunktur in Schwung gekommen. Die Investitionen in Bauten und Ausrüstungen wurden recht zügig ausgeweitet. Im Inland wurde nicht nur mehr investiert, sondern – bei schwach steigenden Lohneinkommen (+1,8 %) und leicht nachgebender Sparquote (von 10,6 % auf 10,5 %) – auch stärker konsumiert: Der private Konsum, mit einem Anteil von 59 % am nominalen BIP die gewichtigste Verwendungskomponente, legte nach zwei nahezu stagnierenden Jahren um 2,1 % zu.

Bruttoinlandsprodukt

Saison- und arbeitstäglich bereinigter Verlauf

Bruttoinlandsprodukt (Saison- und arbeitstäglich bereinigter Verlauf)

Inflationsrate bei 1,7 %

Der Verbraucherpreisindex war im vergangenen Jahr rückläufig. Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt mit 1,7 % unter der des Vorjahres (2,0 %). Vor allem die Energiepreise waren für die Inflationsentwicklung 2006 verantwortlich. Haushaltsenergie und Kraftstoffe verteuerten sich um 8,5 % und wirkten fast im gesamten Jahr preistreibend. Ohne Einrechnung von Energie hätte die jahresdurchschnittliche Teuerung nur 0,9 % betragen.

Arbeitsmarktsituation hellt auf

Die Arbeitslosenquote ging im Jahresdurchschnitt auf 10,8 % (im Vorjahr: 11,7 %) zurück; 4,49 Mio. (4,86 Mio.) Menschen waren erwerbslos. In diesem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit spiegelt sich vor allem der konjunkturell bedingte Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung wider.

EWU im Aufschwung

Die Europäische Währungsunion (EWU) befand sich 2006 in einem kräftigen wirtschaftlichen Aufschwung. Nach Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) ergab sich für 2006 ein BIP-Wachstum von 2,6 % (nach +1,4 % im Vorjahr). Kalenderbereinigt wäre das Wachstum schätzungsweise um etwas mehr als 0,1 Prozentpunkte höher ausgefallen. Allerdings gab es große Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten: Während Irland und Luxemburg Wachstumsraten von über 5 % erreichten, belegte Deutschland (+2,7 %) in der Eurozone vor Frankreich (+2,2 %), Italien (+1,7 %) und Portugal (+1,2 %) erneut einen der hinteren Plätze in puncto wirtschaftliche Entwicklung. Die Inflationsrate in der Eurozone bewegte sich 2006 auf Vorjahresniveau bei 2,2 %, die Arbeitslosenquote sank deutlich auf 7,8 % (2005: 8,6 %). Der private Konsum nahm spürbar zu. Während man sich in Deutschland über eine erste Belebung seit Jahren freute, zeigte sich in Frankreich, Spanien und Italien ein geradezu lebhafter Anstieg.




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